Merken Letzte Woche stand ich mit verschmutzten Händen in der Küche und versuchte, meinen Freunden etwas Leichtes, aber Buntes zu servieren. Ich hatte den ganzen Tag gearbeitet und wollte nichts Schweres kochen. Der Ofen lief bereits, und ich schnitt wahllos Gemüse, das noch im Kühlschrank lag. Was daraus wurde, war dieser leuchtende Couscous-Salat, der seitdem zu meinem Retter an hektischen Abenden geworden ist. Niemand glaubte mir, dass ich ihn in unter einer Stunde gezaubert hatte.
Ich erinnere mich noch, wie meine Nachbarin neugierig durch die offene Terrassentür schaute, weil der Duft von Zitrone und geröstetem Paprika bis zu ihr hinüberzog. Sie kam mit einer leeren Schüssel vorbei und fragte scherzhaft, ob ich teilen würde. Seitdem mache ich immer die doppelte Menge, weil dieser Salat nie lange überlebt. Es ist einer dieser Momente, in denen Essen Menschen zusammenbringt, ohne dass man es geplant hat.
Zutaten
- Zucchini: Sie wird beim Rösten wunderbar weich und nimmt das Olivenöl perfekt auf, schneide sie nicht zu klein, sonst wird sie matschig.
- Rote und gelbe Paprika: Diese beiden Farben bringen nicht nur Optik, sondern auch eine leichte Süße, die den Salat ausbalanciert.
- Rote Zwiebel: In Spalten geschnitten karamellisiert sie im Ofen und verliert ihre Schärfe fast vollständig.
- Kirschtomaten: Halbiere sie unbedingt, damit ihr Saft sich mit dem Öl verbindet und eine natürliche Sauce entsteht.
- Couscous: Ich verwende immer Gemüsebrühe statt Wasser, das gibt ihm sofort mehr Geschmack ohne extra Aufwand.
- Zitronendressing: Frische Zitrone ist hier nicht verhandelbar, Saft aus der Flasche kommt mir nicht in die Schüssel.
- Dijon-Senf: Er sorgt dafür, dass das Dressing emulgiert und schön cremig wird, auch ohne Mayonnaise.
- Feta: Ich zerbrösele ihn immer mit den Fingern, so bleibt er luftig und verteilt sich besser als mit dem Messer geschnitten.
- Pinienkerne: Kurz in der Pfanne geröstet entfalten sie ein nussiges Aroma, das dem Salat Tiefe gibt.
Anleitung
- Ofen vorbereiten:
- Heize den Ofen auf 220 Grad vor und lege ein Backblech mit Backpapier aus. So brennt nichts an und du sparst dir später das lästige Schrubben.
- Gemüse rösten:
- Vermische Zucchini, Paprika, Zwiebel und Tomaten mit Olivenöl, Salz und Pfeffer in einer großen Schüssel, dann verteile alles auf dem Blech. Röste 20 bis 25 Minuten und rühre einmal um, damit alles gleichmäßig bräunt und leicht karamellisiert.
- Couscous zubereiten:
- Bring die Gemüsebrühe zum Kochen, rühre Couscous, Olivenöl und Salz ein, nimm den Topf vom Herd und lass ihn abgedeckt fünf Minuten ziehen. Lockere die Körner danach mit einer Gabel auf, damit sie nicht zusammenkleben.
- Dressing mischen:
- Vermische in einer kleinen Schüssel Zitronensaft, Schale, Olivenöl, Senf, Knoblauch, Honig, Salz und Pfeffer mit einem Schneebesen. Probiere es und passe Salz oder Säure nach deinem Geschmack an.
- Alles vermengen:
- Gib Couscous, geröstetes Gemüse, Petersilie und Minze in eine große Schüssel und gieße das Dressing darüber. Hebe alles vorsichtig unter, damit sich der Geschmack überall verteilt.
- Servieren:
- Streue Feta und geröstete Pinienkerne darüber, kurz bevor du den Salat auf den Tisch bringst. Du kannst ihn warm genießen oder Raumtemperatur abwarten, beides ist köstlich.
Merken An einem warmen Sommerabend habe ich diesen Salat auf dem Balkon serviert, mit Kerzen und viel Gelächter. Eine Freundin fragte mich, ob ich jemals in einem Restaurant gearbeitet hätte, weil es so professionell aussah. Ich musste lachen, denn die Wahrheit war, dass ich nur ein paar Reste clever kombiniert hatte. Aber genau das macht diesen Salat so besonders: Er fühlt sich an wie etwas Besonderes, ohne dass man sich dabei verbiegen muss.
Variationen und Anpassungen
Wenn du mehr Protein brauchst, rühre einfach eine Dose abgespülte Kichererbsen unter oder brate Halloumi-Scheiben scharf an. Ich habe auch schon gegrilltes Hähnchen dazu serviert, wenn ich Fleischesser zu Gast hatte. Für eine vegane Version lässt du den Feta einfach weg oder ersetzt ihn durch pflanzlichen Käse. Du kannst das Gemüse nach Saison anpassen, Aubergine oder Kürbis funktionieren genauso gut.
Aufbewahrung und Meal Prep
Der Salat hält sich im Kühlschrank bis zu zwei Tage, aber ich empfehle, das Dressing und den Feta erst kurz vor dem Essen hinzuzufügen. So bleibt alles frisch und der Couscous wird nicht matschig. Du kannst das Gemüse und den Couscous auch separat vorbereiten und erst beim Servieren zusammenwerfen. Ich habe ihn oft als Mittagessen fürs Büro vorbereitet und in einer verschließbaren Box mitgenommen.
Häufige Fehler vermeiden
Viele überladen das Backblech mit Gemüse, dann dünstet es eher, als dass es röstet. Verteile alles in einer Schicht und nutze lieber zwei Bleche, wenn nötig. Ein weiterer Fehler ist, den Couscous zu lange stehen zu lassen, dann wird er klumpig und schwer. Zu guter Letzt vergessen viele, das Dressing abzuschmecken, dabei macht die Balance zwischen Säure, Salz und Süße den entscheidenden Unterschied.
- Schneide das Gemüse gleichmäßig, damit alles zur gleichen Zeit fertig wird.
- Röste das Gemüse wirklich heiß, nur so bekommst du die karamellisierten Ränder.
- Fluffige Couscous-Körner entstehen nur, wenn du sie mit der Gabel auflockerst und nicht umrührst.
Merken Dieser Salat ist für mich mehr als nur ein Rezept, er ist eine Erinnerung daran, dass gutes Essen nicht kompliziert sein muss. Mach ihn zu deinem eigenen, probiere neue Kräuter oder Nüsse, und genieße jeden bunten Bissen.